Was ist Osteopathie? Und Wozu brauche ich das?

Die Osteopathie ist eine Heilkunde und gehört zur Alternativmedizin. Sie umfasst Anamnese, Befunderhebung, Diagnose und Therapie. Osteopathie gehört zu den manuellen Therapieformen, das heißt, der Osteopath untersucht mit seinen Händen den Bewegungsapparat, die Organe und das Gewebe seines Patienten. Da wo Beweglichkeit eingeschränkt ist wird gesucht und diese Stellen behandelt und der Patient in seiner Gesamtheit betrachtet – sowohl in seiner Statik als auch in seiner Beweglichkeit der einzelnen Organe.

Wenn Sie stundenlang im HomeOffice sitzen, den ganzen Tag laufend, hetzend ihren Alltag nachgehen, auf einen hohen Berg klettern oder sich vor einen ausgebüxten Hund verstecken müssen, müssen parallel alle Organe spannungsfrei aneinander vorbei gleiten können, alle Nervenbahnen und Blutgefäße ungehindert durch Ihren Körper ziehen können. Gelingt das nicht oder stehen Gelenk so, das mehr physikalische Kraft auf einzelne Gelenke wirkt, entstehen Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und dann vermutlich der dringende Wunsch daran was zu verändern.

Dann sind Sie hier richtig bei Plan b. Ihre Statik, all ihre Gelenkverbindungen und das spannungsfreie aneinander gleiten Ihrer Organe, Nerven und Blutgefäße ist unser Anliegen. Dafür sind wir Spezialisten. Diese Therapieform richtet sich an alle Menschen jeglichen Alters. Patienten können Säuglinge, Babys, Kinder und Erwachsene sein. Wir freuen uns auf Sie.

Die Osteopathie gründet auf drei Prinzipien

Die Wechselwirkung zwischen Struktur und Funktion

Die Osteopathie unterscheidet zwischen Körperstrukturen zb Knochen, Muskeln, Organe, Nerven und Körperfunktionen zb Durchblutung, Verdauung (die Aufgaben der einzelnen Strukturen). Struktur und Funktion beeinflussen sich gegenseitig und müssen daher stets gemeinsam betrachtet werden.

Der Körper ist eine biologische Einheit

Die Osteopathie vertritt eine holistische Sicht des menschlichen Körpers. Alle Strukturen und alle Funktionen sind untrennbar miteinander verbunden, der Körper bildet eine Einheit. Daher zeigen sich Funktionsstörungen an unterschiedlichen Ebenen und nicht immer da, wo es weh tut.

Der Körper besitzt selbstregulierende Mechanismen

Zum Glück besitzt der Körper selbst regulierende Eigenschaften. Er will in seiner Mitte sein, möchte heilen und gesund sein. Normalerweise ist ein Mensch in der Lage, störende Einflüsse zb Stress, Verletzungen oder Krankheitserreger selbst zu neutralisieren. Gelingt das nicht, lohnt es sich Ihr Autokorrektursystem etwas „anzustupsen“.

Möglichkeiten und Grenzen der Osteopathie

Der Osteopath ist geschult in 3 Bereichen

Parietale Osteopathie

Schwerpunkt ist hier der Bewegungs- und Stützapparat zb die Knochen mit all ihren Gelenken, Sehnen und Muskeln. Es gibt tragende Gelenke – ähnlich wie bei einem Haus „tragende Wände“ – sind diese Gelenke eingeschränkt, müssen andere Gelenke diese physikalische Mehrbelastung ausgleichen. Dies führt mit Faktor Zeit zu einer Zunahme an Belastung und begünstigt Verschleiß, Schmerz und Entzündung.

Viszerale Osteopathie

Schwerpunkt hier sind die inneren Organe, die Faszien, Blut-/Lymph- und Nervenbahnen. Gibt es hier durch Narben, Operationen oder Entzündungen Bewegungseinschränkungen, können diese auch Störungen im skelettalen Bereich mitzubringen.

Cranio-Sacrale Osteopathie

Im Mittelpunkt stehen Schädel (Cranium), Wirbelsäule und Kreuzbein (Sacrum) mit dem enthaltenen zentralen Nervensystem. Sie steht im engen Kontakt mit dem Nerven-/ Hormon- und Gefäßsystem.

Die Osteopathie ist kein Allheilmittel. Sie ist nicht angezeigt in der Notfallmedizin, bei schwerwiegenden infektiösen Erkrankungen, bei Tumorleiden und bei psychischen Problemen. Bei letzterem findet sich aber eine andere Lösung in den Räumlichkeiten von Plan b – hier darf ich gerne an meine Kollegin Heilpraktikerin für Psychotherapie Frau Julia Hengl verweisen.

Die osteopathische Behandlung

Bei Ihrem ersten Termin führen wir erstmal ein ausführliches Gespräch (Anamnese) mit Ihnen, über Ihr aktuelles Anliegen, aber auch über Vorerkrankungen, Ernährung, Schlafqualität und Lebensumstände uvm. Ziel ist es, Sie in Ihrer Gesamtheit zu erfassen und zu verstehen aus wieviel Parameter die Beschwerden sich zusammensetzen und welche Zusammenhänge/Wechselwirkungen sich ergeben. Wenn diese Komplexität erfasst wurde, besprechen wir mit Ihnen die Lösungsmöglichkeiten. Wie können wir als Therapeuten Ihnen helfen aber auch, wie können Sie Ihren Körper selbst unterstützen bei diesem Prozess.

Was sollten Sie mitbringen?

Für eine zielgerichtete Behandlung werden wir über vorherige Operationen, bekannte Erkrankungen, die Einnahme von Medikamenten, sowie körperliche und geistige Beschwerden besprechen. Daher nehmen Sie bitte alle nötigen Unterlagen zb. Letze Blutbilder, Entlassungsbriefe und Arztbriefe mit.

Kostenerstattung

Die Osteopathie darf in Deutschland nur von anerkannten Ärzten und Heilpraktikern angewandt werden. Wir von Plan b verfügen über eine Anerkennung durch unser umfangreiches Studium. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen anteilig Kosten einer osteopathischen Behandlung. Über die Höhe der Kostenerstattung informieren Sie sich bitte bei Ihrer Krankenkasse. Private Krankenkassen übernehmen osteopathische Behandlungen durchgeführt von einem Heilpraktiker anteilig oder im vollen Umfang. Informieren Sie sich bitte vorher bei Ihren Krankenkassen. In unsere Praxis werden Sie vor dem Termin in Form eines Behandlungsvertrages aufgeklärt über unseren Stundensatz.

Heilpraktikerabrechnung

Meine Tätigkeit als Heilpraktiker wird über das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) abgerechnet. Das Honorar variiert je nach Behandlungsaufwand zwischen 80-120 Euro. Ein höherer Kostenaufwand z.B. durch Material oder Medikamente wird abgesprochen.

Viele private Krankenkassen und die Beihilfestellen decken eine Reihe naturheilkundlicher Therapieformen ab und erstatten diese in unterschiedlicher Höhe und zu verschiedenen Anteilen. Privatversicherte und Beihilfeberechtigte sollten vor der Behandlung bei Ihrer Versicherung nachfragen, ob und in welcher Höhe die Kosten eines Heilpraktikers übernommen werden.

Als Orientierungshilfe für eine angemessene Vergütung existiert seit 1926 die GebüH, welche jedoch seit 1985 weder erneuert noch wirtschaftlichen Situationen angepasst wurde.

Ich möchte Sie noch darauf hinweisen, dass meine Rechnungsstellung unabhängig von einer möglichen Erstattung seitens Ihrer Versicherung erfolgt und nicht übernommene Kosten von Ihnen selber zu tragen sind.

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